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Oldentruper Hof: Infoveranstaltung für Nachbarn und interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger am 4. August fand riesiges Interesse

„Ist im Umfeld einer Asylantenunterkunft mit einem Anstieg der Kriminalität zu rechnen?“ - „Geht es den Gästen in der Unterbringungseinrichtung am Ende besser als manchen Einheimischen?“ „Wer bezahlt das alles?“ - „Was tun die Gäste dort den ganzen Tag?“

Mit spürbarer Skepsis erschienen am 4. August viele der über 400 Interessierten zur Infoveranstaltung „Oldentruper Hof“, zu der die Stadt Bielefeld, das Regierungspräsidium Arnsberg und der ASB-OWL eingeladen hatten.

Bevor die Fragen beantwortet wurden, erläuterten Oberbürgermeister Clausen und RP-Dezernent Andreas Rudolph die Hintergründe für die Entscheidung zu einer Zentralen Unterbringungseinrichtung im Oldentruper Hof. ASB-Geschäftsführer Ingo Schlotterbeck beschrieb ausführlich die tägliche Arbeit in Flüchtlingseinrichtungen und erläuterte an Hand von Gebäudezeichnungen die Details für die Umrüstung des Hauses und den täglichen Betrieb. Schlotterbeck zeigt Respekt vor der Aufgabe, sieht sich und seine Mitarbeiter aber gut gerüstet. Das neue Nutzungskonzept für das Haus ist erstellt, das Gebäude bietet viele gute Möglichkeiten. Zur Zeit werden vor allem die Gästezimmer entsprechend hergerichtet und weitere Bereiche des Hauses für die Aufnahme von Asylbewerbern fit gemacht. Die ersten Gäste sollen um den 15. August herum einziehen.

In der anschließenden Fragerunde konnten die Experten fast alle dringenden Fragen der Nachbarn und Anwohner beantworten.

Michael Bauermann vom Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste hatte vorab alle Einsatzstatistiken der Polizei in NRW ausgewertet und konnte mitteilen, dass es keinen nennenswerten Anstieg der Kriminalität in der Umgebung von Unterbringungseinrichtungen gibt. Im Gegenteil: auf 100 Gäste nennt die Statistik im vergangenen Monat Juni jeweils einen Polizeieinsatz, während in der sonstigen Bevölkerung auf 100 Einwohner 1,6 Polizeieinsätze pro Monat kommen.

Oberbürgermeister Clausen wies auf die Gästebetreuung als gesellschaftliche und humanitäre Aufgabe hin und verhehlte nicht, dass unsere Gesellschaft dringend auf Zuwanderer angewiesen ist. Etwa knapp die Hälfte der Asylsuchenden wird als asylberechtigt anerkannt und hat damit die Chance auf dauerhafte Integration.

Ingo Schlotterbeck rückte die Vorstellung mancher Veranstaltungsteilnehmer zurecht, die Gäste könnten im ehemaligen Hotel gewissermaßen ein Luxusleben führen. Das ist selbstverständlich nicht der Fall. Es wird stattdessen sichergestellt, dass die Menschen nach teilweise monatelanger Flucht aus Krisen- und Kriegsgebieten zunächst einen sicheren Aufenthalt, eine erste medizinische Versorgung, Kleidung und Ernährung bekommen. Darüber hinaus ist es notwendig, ein friedliches Zusammenleben und erste integrative Maßnahmen zu organisieren. Dazu gehören auch Beschäftigungsangebote wie Sport oder gemeinsame Spiele, Gespräche und Fernsehabende.

Viele Veranstaltungsteilnehmer zeigten sich dem Vorhaben gegenüber sehr aufgeschlossen und boten ehrenamtliche Hilfe an, die im organisatorischen und sozialen Bereich auch gern angenommen wird. Sowohl die praktische Arbeit in der Kleiderkammer (sortieren, waschen, einlagern, an die Gäste ausgeben…) als auch das Angebot von Freizeitaktivitäten oder Deutschkursen sind notwendig und erwünscht – wer ehrenamtlich Hilfe leisten möchte, meldet sich bitte unter Telefon 0173 / 384 98 15 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Vgl. auch die Presseberichterstattung in der Neuen Westfälischen, dem Westfalen-Blatt, Radio Bielefeld und der OWL-Lokalzeit im WDR-Fernsehen.

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